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Die Anfänge

Saint-Lô, Hauptstadt des Départements Manche, war bei der Landung der Alliierten in der Normandie im Sommer 1944 heftig umkämpft. Bei diesen Kämpfen wurde die Stadt fast vollständig zerstört. Die Bewohner der Stadt haben unter der Besatzung und den Bombardements sehr gelitten, auch die Familie von Lucien Braley, einem Gemeindeglied in der evangelischen Gemeinde von St-Lô.

Im Gottesdienst traf Lucien Braley Fritz Jötten, einen in St-Lô stationierten deutschen Soldaten. Fritz Jötten engagierte sich in der Bekennenden Kirche.

Lucien Braley

Lucien Braley
Fritz Jötten

Fritz Jötten

Einmal in der Woche wollte sich Fritz Jötten mit Kameraden treffen, um gemeinsam in der Bibel zu lesen und zu beten. Lucien Braley gab Ihnen dafür Raum in seinem Haus. Der gemeinsame Glaube schuf zwischen den beiden eine tiefe Freundschaft. In den Bombenangriffen wurde das Haus der Familie Braley dann komplett zerstört. Die Familie zog nach Coutainville, einem kleinen Ort an der Westküste der Halbinsel Cotentin.

Die evangelische Kapelle und die Anfänge des CORE

In Coutainville engagierte sich Lucien Braley sehr stark für die kleine evangelische Gemeinde am Ort. Sein Ziel, die Errichtung einer kleinen Kapelle für die Gemeinde, überstieg aber bei weitem deren Mittel. Unter den Menschen, die er um Unterstützung bat, war auch sein Freund Fritz Jötten. Dieser war mittlerweile Presbyter in seiner Gemeinde in Mülheim geworden. Fritz Jötten versuchte dann, andere für die Mitarbeit zu gewinnen, auch Pfarrer Luhr aus Mülheim-Saarn.

Ewald Luhr

Ewald Luhr

Lucien Braley schaffte es, die notwendigen Mittel für den Bau der Kapelle zusammenzutragen, und anläßlich der Einweihung im Jahr 1962 trafen sich M. Braley und Herr Luhr in Coutainville. Verbunden durch die Erinnerung an den Krieg, den sie beide miterlebt hatten, waren sie von der Idee fasziniert, deutsch-französische Jugendbegegnungen in Coutainville zu organisieren. Dies ist der Beginn des CORE.

Die ersten Jugendfreizeiten in Coutainville

Die Gemeinde Agon-Coutainville bot dem CORE ein Grundstück an, und im Jahr 1964 fand die erste Jugendfreizeit in Coutainville statt. Die Bedingungen waren recht einfach: man schlief in Zelten, es gab weder Küche noch sanitäre Einrichtungen.

Die Freizeit von 1965

Die Freizeit von 1965

Die Begegnungen haben die Teilnehmer aber sehr beeindruckt, und viele haben im Anschluß daran begonnen, an der Arbeit unseres Vereins mitzuwirken.

Das erste Gebäude entsteht

Dank der Mithilfe vieler Spender wurde 1965, während der zweiten Freizeit, das erste Gebäude fertig - es handelte sich um eine Küche und um sanitäre Einrichtungen; Zimmer gab es immer noch nicht.

5cm

Die Bauarbeiten für das erste Gebäude

Andere Gebäude konnten in den folgenden Jahren errichtet werden:

  • 1967 Das "Haupthaus" (Les Huguenans) wird fertiggestellt. Es bietet die ersten ersten Zimmern und einen Saal als Ess- und Aufenthaltsraum.
  • 1975 "Les Glinettes" wird fertiggestellt und bringt zusätzliche Zimmer für Übernachtungen.
  • 1980 Mit dem Gebäude "Le Ronquet" kommen weitere Zimmer und ein Aufenthaltsraum hinzu.
  • 1991 Eine neue Küche entsteht. Sie verbindet die vorher alleinstehenden Häuser und schafft im Dachgeschoss weitere Zimmer.

All diese Bauten sind durch die Beiträge vieler Spender ermöglicht worden, aber auch durch das persönliche Engagement vieler Personen, die an den Bauarbeiten mitgewirkt haben und immer wieder Reparaturen durchgeführt haben, indem sie einen Teil ihres Urlaubs geopfert haben.

Das CORE heute

Das Centre in Coutainville kann heute 49 Personen beherbergen und bietet darüberhinaus zwei große Säle. Es wird vom Verein CORE (ein Verein nach dem französischen Vereinsrecht von 1901) verwaltet. Ziel dieses Vereins ist es, den Betrieb des Centres sicherzustellen und die Arbeit seiner Gründer fortzuführen. Das CORE hat immer Menschen gefunden, die dazu beigetragen haben.

Die Mitglieder

Die Mitglieder des CORE,
bei unserer Hauptversammlung
 

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