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Vortrag über Vauban, Marschall von Frankreich im 17. Jahrhundert PDF Drucken E-Mail

Die Aufhebung des Edikts von Nantes durch Ludwig XIV im Jahre 1685 führte zu Konsequenzen, deren Ausmaß erst nach langer Zeit richtig eingeschätzt wurde. In den Jahren, die der Aufhebung folgten, haben sich fast 200000 Hugenotten entschieden, Frankreich zu verlassen - oft unter schlimmsten Bedingungen - um in die Schweiz; nach England, Holland und Deutschland zu flüchten... Sogar nach Südafrika, wo die Erinnerung an sie immer noch lebendig ist.

Dies ist eine enorme Zahl, wenn man berücksichtigt, dass zu der damaligen Zeit einerseits Frankreich mit kaum mehr als 20 Millionen Einwohnern das bevölkerungsreichste Land Europas war, und dass es sich andererseits bei den Flüchtlingen oft um qualifizierte Handwerker, Lehrer, Staatsbeamte, Wissenschaftler und hochgeschätzte Infanterie- oder Marinesoldaten handelte.

Es gab nur wenige Menschen, die den Mut hatten, sich gegen das Unrecht, das einigen ihrer Mitbürger zuteil wurde, aufzulehnen und sie gegen die Konsequenzen solch schädlicher Entscheidungen zu schützen.

Trotzdem erhoben sich einige, um ihrem Missfallen Ausdruck zu verleihen. Unter diesen Menschen war auch Vauban, Marschall von Frankreich, exzellenter Konstrukteur von Befestigungsanlagen, die der Zeit trotzten (Saint Vaast La Houge, in unserem Cotentin) und die heute zu unserem Weltkulturerbe gehören. Vauban genoss das besondere Ansehen von Ludwig XIV. Dieser bewunderte sein Können und er besaß die Kühnheit, sich mit einer Freiheit und Hartnäckigkeit an den Sonnengott zu wenden, die ihn fast teuer zu stehen gekommen wäre.

Von dieser außergewöhnlichen Persönlichkeit wird uns Alain Monod, Historiker, Diplomand des Instituts Politischer Studien in Paris, Staatsrat und Anwalt am Obersten Gerichtshof und Autor des Buches "Vauban oder das schlechte Gewissen des Königs" berichten.

Der Autor wird sein Buch nach dem Vortrag signieren.

 

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